TSV Lamstedt macht die Big Points

Tischtennis-Landesliga Lüneburg der Herren

von Jens Pillnick (Die Norddeutsche) - 07.11.2017

Nach zuletzt zwei Niederlagen, die jüngste am Sonntag mit 6:9 im Heimspiel gegen den TSV Lamstedt, findet sich die SG Aumund-Vegesack plötzlich auf dem achten Platz wieder.

Vegesacks Patrick Jahic verlor gegen Lamstedt zwei Nervenschlachten mit 2:3. (Foto: Christian Kosak)

Vegesack. So schnell geht das. Nach zuletzt zwei Niederlagen, die jüngste am Sonntag mit 6:9 im Heimspiel gegen den TSV Lamstedt, findet sich die SG Aumund-Vegesack plötzlich auf dem achten Tabellenplatz der Tischtennis-Landesliga Lüneburg der Herren wieder. Der achte Rang in der Endabrechnung würde in der zwölf Teams umfassenden Klasse in die Abstiegsrelegation führen. Dabei weisen die Nordbremer nach dem gelungenen Start mit 6:2 Punkten jetzt immerhin noch ein ausgeglichenes Konto auf.

Die erneut ohne Gerrit Meyer (Rückenbeschwerden) angetretene SAV schlug zunächst einen guten Weg ein. Nach den Doppeln hieß es 2:1, der knappe Vorsprung ­wurde auch durch die erste Einzelrunde transportiert. Nach Siegen von Jakob Guzmann, Tobias Burkhardt und Ersatzmann Arno Seichter hieß es 5:4. Und es hätte sogar 6:3 heißen können, doch Patrick Jahic gelang es gegen Tim Voß nicht, die Big Points zu machen. So verlor er nicht nur den zweiten Satz in der Verlängerung (14:16), sondern auch den fünften (16:18). Ausgangs der zweiten Einzelrunde sollten sich alle Augen nochmals auf Patrick Jahic richten.

Ausgebuffter Nils Meyer

Die Trendwende zeichnete sich zu Beginn der zweiten Einzelrunde ab. Die SAV ging im oberen Paarkreuz nämlich leer aus und geriet mit 5:6 in Rückstand. Nachdem Thorsten Holländer mit 1:3 verloren hatte, schien Jakob Guzmann seine erste Saisonniederlage gerade noch abwenden zu können. Gegen den ausgebufften Nils Meyer ­machte er im fünften Satz aus einem 8:9-Rückstand mit einer klasse Rückhand und einem starken Aufschlag ein 10:9 und hatte Matchball. Doch danach landeten Rückhand- und Vorhandtopspin hinter der Platte – es hieß 10:12 im Entscheidungssatz. „Nils Meyer ist richtig gut. Er zwingt mich zum Angreifen, obwohl ich es im Moment gar nicht kann. Beruflich bedingt habe ich in dieser Saison erst fünfmal trainiert und stand kurz vor Krämpfen. Leute, die Topspin spielen, haben es gegen ihn schwer“, erläuterte SAV-Topspieler Jakob Guzmann, der seine Defizite im bisherigen Saisonverlauf gegen nicht so ­starke und ihm besser liegende Gegner noch hatte kompensieren können.

Da im mittleren Paarkreuz die Punkte geteilt wurden, stand die SAV beim 6:7 unter wachsendem Druck. Und hier stießen Arno Seichter und Patrick Jahic an ihre Grenzen. Seichter kämpfte sich zwar gegen den angriffslustigen Tim Voß in die Partie hinein, doch trotz knapper Ausgänge gelang es ihm im zweiten (9:11) und dritten (10:12) Satz nicht, etwas Zählbares mitzunehmen. Am Nachbartisch spielte sich währenddessen eine zweite Nervenschlacht mit Beteiligung vom Patrick Jahic ab. Jahic spielte geduldig, wechselte das Tempo, ging dann und wann aber auch von Rückenbeschwerden geplagt überhastet zu Werke. Die 2:1-Satzführung führte dazu, dass sich die für das Schlussdoppel vorgesehenen Akteure schon einmal bereit machten. Doch es kam nicht zum Schlussdoppel. Oliver Blohm gewann den vierten und fünften Satz jeweils mit 11:8 gegen Patrick Jahic – die SAV war nach 3:45 Stunden geschlagen, weil der TSV Lamstedt die Big Points verbucht hatte.

Am kommenden Sonnabend um 16.30 Uhr wartet auf die SAV die nächste schwere Aufgabe. Dann gastieren die Nordbremer beim Tabellendritten MTV Brackel, der nach Minuspunkten (2) am besten dasteht.

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