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Im Traumland nach Werders 2:0-Führung im Pokal

Meine Woche

Von Olaf Schnell (Die Norddeutsche) - 14.02.2018

Tobias Burkhardt vom Tischtennis-Landesligisten SG Aumund-Vegesack berichtet in unserer wöchentlichen Rubrik darüber, was er sportlich und privat in sieben Tagen alles so erlebt hat.

 

Tobias Burkhardt spielt in der Landesliga und trainiert den Nachwuchs. (Foto: Christian Kosak)

Mittwoch, 7. Februar: Ich stehe mit einem super Gefühl auf, denn Werder Bremen hat gestern mit Sicherheit im DFB-Pokal bei ­Bayer Leverkusen gewonnen. Ich habe das Spiel leider nicht bis zum Ende verfolgt. Nachdem ich die Pflege am Morgen erledigt habe und mich zur Arbeit in die Grund­schule von Beverstedt begebe, stimmt hier aber irgendwas nicht. Im Radio höre ich eine Ansage, dass Werder mit 2:4 verloren hat. Das ist komisch. Ich habe mich gestern wohl nach Werders 2:0-Führung ins Traumland verabschiedet. Tja, das ist schade – es hätte uns gutgetan. In Gedanken gehe ich meinen Tag durch. Nach der Arbeit geht es direkt weiter in die Halle, denn meine Jungs haben heute Abend ein Punktspiel. Das Ergebnis meiner Jugendmannschaft fällt leider nicht ganz so sensationell aus. Sie verliert das Match in der 1. Kreisklasse mit 1:9. Aber es sind dennoch teilweise ganz gute Leistungen dabei. Im Anschluss trainiere ich selber noch ein wenig mit Gregor Grzesik, um mich auf unser Punktspiel am Freitag in Stade etwas vorzubereiten. Danach hole ich noch schnell meine Freundin Biba Cebulla vom Bahnhof in Lesum ab. Sie hat heute leider Spätschicht.


Donnerstag, 8. Februar: Bei minus neun Grad bleibe ich noch eine Runde länger im Bett liegen, um mich dann umso mehr beeilen zu müssen. Nach der Arbeit geht es weiter zu Gerrit „Gerry“ Meyer. In seinem Laden „Powerspin Tischtennis“ bleibt etwas Zeit zum Schnacken und um ein paar Kaltgetränke zu sich zu nehmen. Nun lege ich noch einen kleinen Abstecher ins ­Fellini in Oslebshausen ein. Dort treffe ich meine Eltern und haue mir einen schönen Salat rein. Nach rund 35 Minuten geht es weiter zur Vorstandssitzung. Als Jugendleiter gehört man da wohl irgendwie dazu. Wir treffen uns im Mona Lisa, wo es direkt mit dem zweiten Gang weitergeht. Ich esse eine Tomatensuppe zum Warmwerden. Alle Themen rund um unsere Abteilung kommen auf den Tisch. Endlose Gespräche und Diskussionen versüßen uns jedes Mal den Abend – und schwups bin ich schon um 23 Uhr zu Hause.


Freitag, 9. Februar: Heute steht für uns das Punktspiel beim Post SV Stade an. Ohne „Gerry“ Meyer, der immer noch mit seinem Rücken zu kämpfen hat, wird es wohl eher schwer, Punkte aus Stade zu entführen. Auch Thorsten Holländer kommt nicht unter besten Voraussetzungen zum Spiel. Er reist direkt von seiner Arbeit in Köln nach Stade, um dort dann direkt an den Tisch zu gehen. Aber ich finde es wirklich tapfer von Thorsten, da fast jeder Einsatz von ihm so stressig aussieht. Daher dürfen Jakob Guzmann und ich uns wohl nicht beschweren, dass wir es nur knapp zum Treffpunkt geschafft haben, an dem Gregor schon auf alle wartet. Wir sprechen kurz die Doppelvarianten durch. Dann mache ich noch ein bisschen die Augen zu. Und schon sind wir in Stade und es geht los. Das Spiel endet 8:8. Es ist ein harter Kampf beider Mannschaften. Somit ist das Unentschieden dann auch gerechtfertigt. Danke nochmals an unseren Ersatzmann Marcus Kunte. An seiner Seite gewinne ich mein Doppel gegen Waldvogel/Scholles nach hart umkämpften fünf Sätzen mit 12:10 im finalen Durchgang. Marcus setzt sich im Anschluss auch noch glatt in drei Durchgängen gegen Ingo Waldvogel im Einzel durch und trägt so zum Unentschieden bei. Ich selbst gerate nach zwei knapp für mich entschiedenen Sätzen gegen Sören Gerloff noch in Bedrängnis, behaupte mich aber im letzten Abschnitt mit 11:5. Gegen Maik Reusner hole ich einen 0:2-Satzrückstand auf, verliere aber am Ende dennoch in fünf Runden. Insgesamt bin ich dennoch mit mir zufrieden. Ich habe genau wie das Team gut gespielt.


Sonnabend, 10. Februar: Das Spiel von gestern Abend steckt mir immer noch in den Knochen. Nun geht es zur Kohlfahrt mit ein paar Freunden, die ich vom Sport sowie aus der Schule kenne. Es ist inzwischen bereits die zwölfte Ausgabe der Kohltour und immer wieder schön, so viele Freunde auf einen Haufen zu treffen. Wir beginnen an der Schlachte. Nach fünf Stunden entspanntem Marsch kommen wir im Aladin in Hemelingen an und lassen den Tag ganz entspannt gemeinsam ausklingen. Mit Sarah Klassen und Dennis Kothe haben wir auch ein neues Königspaar gefunden. Genächtigt wird bei Bibas Schwester, Sylwie Cebulla, die uns zum wiederholten Male einen schönen Schlafplatz mit anschließendem Frühstück bietet.


Sonntag, 11. Februar: Ich schlafe zunächst einmal ordentlich aus. Das kommt in letzter Zeit nicht so oft vor. Renovierungen im erstandenen Haus Auf dem Flintacker lassen das in letzter Zeit einfach nicht so zu. Aber heute gönnen wir uns einfach mal einen Tag auf dem Sofa. Das Werder-Heimspiel in der Fußball-Bundesliga gegen den VfL Wolfsburg schaue ich mir bei „Gerry“ Meyer ebenfalls auf dem Sofa an, der bei mir gleich um die Ecke wohnt. Zusammen mit seinem Schwiegerpapa Manfred Wührmann freuen wir uns über die bärenstarke Werder-Leistung in der ersten Halbzeit und den letztlich verdienten 3:1-Sieg unserer Grün-Weißen. Besonders die beiden ersten Saisontore von Florian Kainz haben mir gefallen. Es handelt sich um einen enorm wichtigen Erfolg für Werder im Kampf um den Klassenerhalt gegen einen direkten Konkurrenten.


Montag, 12. Februar: Direkt nach der Arbeit geht’s los Richtung Vegesack. Es steht das nächste Jugendtraining an. Montags schmeißt Rene Reißig das Training, mit dem ich im vergangenen Jahr meine C-Lizenz gemacht habe. So oft wie ich es schaffe, bin ich auch selbst montags vor Ort, da wir momentan rund 15 Jugendliche im Alter von neun bis 16 Jahren haben. Die alleinige Betreuung dieser Spieler ist da nicht immer ein Geschenk, wobei der Spaß daran natürlich dennoch überwiegt. Im Anschluss bin ich selber wieder ein wenig fleißig. Am kommenden Wochenende stehen ja wieder die nächsten beiden Punktspiele in der Landesliga beim ESV Lüneburg am Sonnabend sowie beim TSV Lamstedt am Sonntag an.


Dienstag, 13. Februar: Nach der Arbeit ­mache ich ein bisschen was im Haus. Ich verlege unter anderem Fußleisten, schleife eine Tür mit Rahmen und lackiere diese auch wieder neu. Seit Monaten schaffen wir Stück für Stück an unserem Häuschen und ­erfreuen uns an jedem kleinen Ergebnis, das uns dem Ziel näher bringt. Vor allem, weil meine ­liebe fleißige Biba bei allem, was anliegt, mit anpackt. Ich selbst bin handwerklich zwar nur mittelmäßig begabt. Aber wir lernen bei der Arbeit an dem Haus aus den 1970er-Jahren stets dazu und machen alles selber.

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