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Derby gewonnen, Grzesik verloren

Getrübte Freude im Lager der SG Aumund-Vegesack. Zwar gelang ein im Kampf um den Klassenerhalt wichtiges 9:6 gegen Habenhausen, doch der Mannschaftsführer zog sich einen Achillessehnenriss zu.

Von Jens Pillnick (Die Norddeutsche) 20.03.2018

Da war die Welt für Gregor Grzesik (rechts) noch in Ordnung: Gemeinsam mit Jakob Guzmann gewann er sein Doppel, später zog sich der SAV-Mannschaftsführer einen Achillessehnenriss zu. (Christian Kosak)

Vegesack. Getrübte Freude im Lager der SG Aumund-Vegesack. Zwar landete der Nordbremer Tischtennis-Landesligist einen im Kampf um den Klassenerhalt ganz wichtigen 9:6-Derbysieg gegen den ATSV Habenhausen, muss im weiteren Saisonverlauf aber ohne Gregor Grzesik auskommen. Der Mannschaftsführer zog sich in seinem zweiten Einzel einen Achillessehnenriss zu und wird der SAV über Monate – und damit auch in der wahrscheinlich scheinenden Abstiegsrelegation – fehlen. Grzesik soll an diesem Dienstag operiert werden.

„Über die zwei Punkte freut man sich nicht so richtig, wenn der Rettungswagen kommen musste“, erklärte Vegesacks Gerrit Meyer, der den guten Start seiner Mannschaft als Basis für den doppelten Punktgewinn betrachtete. Er selbst hätte zwar gerne mit Thosten Holländer einen dritten Doppelpunkt beigesteuert, aber auch eine 2:1-Führung konnte sich sehen lassen. Und da Meyer und Jakob Guzmann im oberen Paarkreuz nachlegten und Tobias Burkhardt in der Mitte glatt mit 3:0 punktete, befand sich die SAV auf Erfolgskurs.

Diskussion um die Bälle

Auf einem Kurs, der dem Herbstmeister ATSV Habenhausen, der mit der Niederlage einen herben Rückschlag im Aufstiegskampf hinnehmen musste, nicht gefiel. Habenhausen ist jetzt nur noch Tabellendritter (22:12). Mannschaftsführer Patrick Möhle nahm die Niederlage in Vegesack zum Anlass, über die Ballproblematik zu sprechen.

Die vielen unterschiedlichen Plastikballvarianten sorgen seiner Meinung nach nämlich dafür, dass nicht unbedingt die bessere Mannschaft gewinnt, sondern die mit dem diesbezüglich größten Heimvorteil. Als ­Beispiel nennt er auch die beiden Duelle mit Aufstiegsmitanwärter MTV Brackel: das Hinspiel hatte Habenhausen mit 9:0 gewonnen, das Rückspiel Brackel mit 9:0. Nicht ganz so krass ging es jetzt im Bremer Derby zu, da Habenhausen den ersten Vergleich mit 9:4 für sich entschied.

Wie auch immer, Patrick Möhle sieht Handlungsbedarf: „Die Unterschiede bei den Plastikbällen sind im Gegensatz zu den Zelluloidbällen riesig. Die Bälle müssen vereinheitlicht werden.“

Dass die Habenhauser auswärts nicht zurechtkommen, sieht Vegesacks Gerrit Meyer indes als ein selbst gemachtes Problem des Lokalrivalen: „Die spielen mit den extremsten Bällen und müssen sich so auswärts am meisten umstellen.“

Zurück zum Geschehen an den Tischen. Da Thorsten Holländer in der Mitte in fünf Sätzen verlor und anschließend auch im unteren Paarkreuz die Punkte geteilt wurden, blieb es beim Drei-Punkte-Vorsprung (6:3) für die SAV. Dabei hätte es sogar noch ein bisschen mehr sein dürfen. Doch Linkshänder Patrick Jahic vergab gegen Joachim Kuhn im vierten Durchgang zwei Matchbälle und verlor im fünften. Hätte Jahic diesen Punkt geholt, wäre die Partie schon früher – und damit vor dem bitteren Achillessehnenriss – beendet gewesen. Denn das Spitzenpaar Jakob Guzmann und Gerrit Meyer gab sich erneut keine Blöße und es hieß 8:3.

Da Tobias Burkhardt und Thosten Holländer in ihren zweiten Einzeln in der Mitte leer ausgingen, mussten auch Patrick Jahic und Gregor Grzesik nochmals ran. Jahic machte den Gesamtsieg mit seinem 11:9, 11:6, 11:2 gegen Maik Hohmann zwar perfekt, doch die Freude darüber hatte angesichts der im vierten Satz zugezogenen Verletzung von Gregor Grzesik einen ganz bitteren Beigeschmack.

 

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