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Ein Thriller zum Schlafengehen ist immer gut

Meine Woche

Von Kartsen Hollmann (Die Norddeutsche) - 21.03.2018

Jakob Guzmann vom Tischtennis-Landesligisten SG Aumund-Vegesack erzählt, was er sportlich, familiär und beruflich in sieben Tagen so alles erlebt hat.

(Foto: FR)

Mittwoch, 14. März: Nach einer halben Stunde Dauerweckton schaffe ich es doch noch, aus dem kuscheligen Bett aufzustehen. Wie jeden Morgen bereite ich mir und meiner Frau Saskia erst einmal einen Kaffee, um etwas Müdigkeit loszuwerden. Eine Kanne später geht es nun auf den Weg zur Arbeit nach Hemelingen zur Firma August Reiners, wo ich als Kundendienstmonteur für Heizungsanlagen tätig bin. Aber wie jeden Morgen stehe ich auch heute wieder im Stau. Die Menschen sind einfach überfordert, wenn die Straße von drei Spuren auf eine Spur verengt wird. Nach getaner Arbeit geht es ab nach Hause. Aber erst einmal stehe ich dabei wieder im Stau. Zu Hause warten ungeduldig mein Schatz Saskia mit den beiden Mäusen Ciara und Leonie, um den restlichen Tag noch etwas zu unternehmen, bevor es für alle nach und nach ins Traumland geht.


Donnerstag, 15. März: Nach der morgendlichen Problematik des Aufstehens steht erneut das Lösen von Heizungsproblemen auf dem Zettel. Als Sahnehäubchen oben drauf springt das Auto nicht an, bevor ich meinen letzten Kunden bedienen kann. Die Batterie des Firmenfahrzeugs hat sich aufgrund der Kälte entladen. Ich rufe den Pannendienst, der mir Starthilfe gibt. Dann geht es ab nach Hause, wo Saskia auf mich wartet, weil für sie heute ein kinderfreier Nachmittag auf dem Zettel steht. Nach vielen Trotzanfällen sind Ciara und Leonie endlich runtergekommen. Also wird gemalt und rumgealbert. Am Abend steht für mich auf dem Programm, die Füße hochzulegen und zu entspannen. Ich freue mich schon auf den morgigen Urlaubstag.


Freitag, 16. März: Meine große Tochter Ciara wird heute von mir in den Kindergarten in der Hechelstraße gebracht. Dies ist eine schöne Abwechslung für sie, weil das sonst immer Saskia macht. Danach steht ausgiebiges Frühstücken an, um sich für den langen Tag zu stärken. Wie es halt so ist, bleibt es nicht aus, weiterhin an die Arbeit zu denken und den Kunden, die im Kalten sitzen zu helfen. Ich bin halt Handwerker mit Leib und Seele. Nach der Erneuerung eines Außenfühlers wird es gleich warm. Zu Hause ist meine Schwester Sarah und spielt mit Ciara und Leonie im Garten und auf dem Spielplatz und powert die beiden Kraftbündel aus.


Sonnabend, 17 März: Heute hätte eigentlich Ausschlafen auf der Tagesordnung gestanden. Aber meine beiden Kinder haben etwas dagegen. Bereits um 6.45 Uhr fängt der Tag wieder an. Ich überlege mir, was ich tun könnte. Draußen tobt der Sturm. Also fällt meine Entscheidung auf den Besuch des Einkaufszentrums Waterfront in Gröpelingen. Da meine kleine Tochter Leonie in drei Wochen zwei Jahre jung wird, muss ein Geschenk her. Zufällig kann ich nebenbei auch noch das Bundesligaspiel von Werder Bremen beim FC Augsburg live mitschauen. Ich freue mich riesig über den 3:1-Sieg. Ein tolles Team hat Werder Bremen da auf die Beine gestellt. Da geht das Geschenke-Suchen doch auch gleich viel leichter von der Hand. Ich erwerbe ein Laufrad, damit Leonie demnächst schneller vorankommt. Nach einer kräftigen Stärkung im Anschluss ist der Tag auch schon wieder fast gelaufen.


Sonntag, 18 März: Heute steht ein wichtiges Punktspiel meiner Mannschaft in der Tischtennis-Landesliga gegen den Dritten ATSV Habenhausen bevor. Wir stehen momentan auf dem Relegationsplatz und kämpfen somit um den Klassenerhalt in der Liga. Ich trete in meinem Team an Position eins an. Wir spielen in kompletter Aufstellung bestehend aus meiner Person, Gregor Grzesik, Gerrit Meyer, Patrick Jahic, Tobias Burkhard und Torsten Holländer. Es entwickelt sich von Beginn an ein hart umkämpftes Spiel mit sehr vielen Tiefen und Höhen. Aber wichtig ist, dass es zum Schluss mit 9:6 für uns ausgeht. Ich selbst gewinne mein Doppel mit Gregor glatt in drei Sätzen und behalte anschließend auch in meinen beiden in drei Durchgängen die Oberhand. Ich bin mit meinen Leistungen sehr zufrieden. Dafür, dass ich wegen der vielen Arbeit momentan gar nicht mehr zum Trainieren komme, war meine Leistung erstaunlich gut. Dank des Erfolges verkürzen wir den Abstand auf die direkt vor uns liegende TuSG Ritterhude II auf nur noch einen Zähler. Trotzdem haben wir als Mannschaft noch einen harten Weg vor uns, um die Liga direkt zu halten. Es müssen noch zwei weitere Siege her, um die Klasse eventuell direkt zu halten. Aber notfalls gehen wir eben auch über die Relegation.


Montag, 19 März: Mit Muskelkater und müde begebe ich mich zur Arbeit. Das sind eben die Nachteile, wenn man an einem Sonntag ein Spiel bestreiten muss. Jetzt zählt eben nur: Augen zu und durch. Da das Wetter sich wieder normalisiert hat und unsere Kinder mit meinen Eltern Andreas und Katharina Guzmann unterwegs sind, kann ich noch etwas mit meiner Frau für die Wohnung tun, da wir frisch umgezogen sind in die Hechelstraße in Blumenthal und die Kartons noch nicht alle umsortiert sind. Gefühlt wird das einfach auch nicht weniger. Nach getaner Arbeit sind die Mäuse auch schon wieder da. Nach einer Kitzeleinlage und Spaß am Abend gehen die Kinder ins Bettchen. Ein Thriller zum Schlafengehen ist immer gut. Also schauen wir uns noch Hannibal Lecter an.


Dienstag, 20 März: Als ich aufwache, entdecke ich den Schnee. Was ist denn hier los? Beim Auto ist also wieder Kratzen angesagt. Und die Straßen sind auf einmal leer. Da fällt mir ein, dass ja schließlich Ferien sind. Deshalb erlebe ich ausnahmsweise mal keinen Stau und keinen Stress bezüglich des Einfädelns auf die Autobahn auf dem Weg zur Arbeit. Kann das nicht immer so sein? Nach der Arbeit steht bei mir Gartenarbeit an. Während Saskia die Kinder im Haus beschäftigt, tue ich mein Bestes als Gärtner. Laubfegen gehört dabei aber nicht gerade zu meinen Lieblingssachen. Aber wie sagt man bei uns im Norden so schön: Wat mutt, dat mutt. Und dann bekommen wir auch schon Besuch. Jana Kubica, also Saskias Schwester, kommt zum Schnacken vorbei und um einen Rundgang zu unternehmen. Wir ziehen uns alle warm an und gehen zum Spielplatz an der Reepschlägerstraße in Blumenthal. Hier können sich die Kinder mal so richtig austoben.

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